Mental Load abbauen:
4-Coaching Methoden die wirklich wirken
Es ist 23 Uhr, der Tag ist vorbei, der Körper müde – und der Kopf läuft trotzdem weiter. Was noch erledigt werden muss, was Sie vergessen haben könnten, wer wann was von Ihnen braucht. Dieses ständige Mitdenken, Planen, Organisieren – oft unsichtbar für andere – hat einen Namen: Mental Load. Und er erschöpft auf eine Art, die sich nicht mit einem freien Wochenende beheben lässt, weil das Problem nicht in der Zeit liegt, sondern im Kopf selbst.
„Einfach mal abschalten“ hilft dabei erfahrungsgemäß wenig – der Versuch, an nichts zu denken, macht die Gedanken oft nur lauter. Wirksamer sind gezielte Methoden, die woanders ansetzen: beim Körper, beim Aufschreiben, bei der inneren Haltung oder bei der Frage, wessen Stimme in Ihrem Kopf eigentlich gerade spricht.
Vier Ansätze, die sich in der Coaching- und Yogaarbeit im Mountain Retreat Center immer wieder als besonders wirksam zeigen – und die Sie zum Teil schon heute Abend ausprobieren können.


1. Atemarbeit: den Kopf über den Körper beruhigen
Ein voller Kopf ist fast immer auch ein aktiviertes Nervensystem – und genau hier setzt Breathwork an. Die Atmung ist, wie es im Breathwork-Programm des Hauses heißt, ein Spiel zwischen Anspannung und Loslassen: Über gezielte Atemtechniken lässt sich der Zustand des Nervensystems direkt beeinflussen, oft schneller als über jeden Gedanken.
Zum Ausprobieren: Atmen Sie vier Sekunden lang durch die Nase ein, halten Sie den Atem vier Sekunden, atmen Sie sechs bis acht Sekunden lang aus. Wiederholen Sie das sechsmal. Das verlängerte Ausatmen ist das eigentliche Signal an Ihren Körper, aus dem Alarmzustand herauszufinden – ein Werkzeug, das im Breathwork & Yoga-Programm in den Bergen über mehrere Tage vertieft und mit gezielter Körperarbeit kombiniert wird.
2. Schreiben: dem inneren Rauschen eine Richtung geben
Die wirksamste Sofortmaßnahme gegen ein aktives Gedankenkarussell ist erstaunlich simpel: alles aufschreiben, was gerade im Kopf kreist – unsortiert, unbewertet, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Das Gehirn versucht, offene Gedanken und Aufgaben ständig präsent zu halten, damit sie nicht verloren gehen. Sobald sie schriftlich festgehalten sind, kann dieser Mechanismus loslassen.
Genau dieses Prinzip – Schreiben dort, wo nichts geleistet werden muss, sondern die eigene innere Stimme wieder hörbar wird – steht im Zentrum der Schreibretreats im Mountain Retreat Center. Es geht dabei nicht um literarische Qualität, sondern um freies, spielerisches Schreiben jenseits von Bewertung: Worte entstehen lassen, ohne sie zu korrigieren, ohne sie sinnvoll klingen zu müssen.
Zum Ausprobieren: Für zuhause reicht oft schon ein Notizbuch neben dem Bett und fünf Minuten „Kopf-Entleeren“ vor dem Schlafengehen – dabei ungefiltert aus dem Kopf heraus schreiben was Ihnen gerade im Kopf herumschwirrt. Abschließend formulieren Sie einen wohltuenden Satz/ Affirmation, welche/r Ihnen dabei helfen darf mental positiv ausgerichtet einzuschlafen.
Wer tiefer einsteigen möchte, findet in einem mehrtägigen Schreibformat mit Zeit und Anleitung einen deutlich größeren Zugang zu dem, was unter der Alltagsoberfläche eigentlich beschäftigt.

3. Die innere Haltung: Warum Gelassenheit trainierbar ist
Ein großer Teil des Mental Load entsteht nicht durch die Aufgaben selbst, sondern durch die Erwartung, alles perfekt und gleichzeitig bewältigen zu müssen. Aus der Arbeit mit Menschen in der zweiten Lebenshälfte hat sich im Haus ein Set von sechs Haltungen herauskristallisiert, das sich auf jedes Alter übertragen lässt: Annehmen, was ist. Mit Humor durchs Leben gehen. Dankbar auf das eigene Leben schauen. Die eigenen Erwartungen den Umständen anpassen. Loslassen üben. Und den „Beginners Mind“ bewahren – die Neugier, mit der man einer Sache zum ersten Mal begegnet.
Zum Ausprobieren: Wählen Sie heute Abend eine dieser sechs Haltungen aus und fragen Sie sich bei jedem aufkommenden Gedanken „Was würde sich ändern, wenn ich das gerade annehme, statt dagegen anzukämpfen?“ Diese einfache Frage reicht oft schon, um aus dem Grübeln auszusteigen – im dazugehörigen Retreat-Format wird jede dieser sechs Tugenden über einen ganzen Tag hinweg körperlich und meditativ vertieft.
4. Rollen ablegen: Wer denkt hier eigentlich gerade?
Ein Teil des Kopf-Rauschens gehört oft gar nicht wirklich Ihnen selbst – sondern der Mutter-Stimme, der Kolleginnen-Stimme, der Erwarten-Stimme. Wir alle bewegen uns durch viele Rollen: In der Coaching-Arbeit des Mountain Retreat Centers wird genau das durch Visionsarbeit sichtbar gemacht – jene Rollen werden bewusst erkannt als das, was sie sind: Rollen, in die man hineinschlüpfen und aus denen man auch wieder heraustreten kann.
Zum Ausprobieren: Fragen Sie sich beim nächsten belastenden Gedanken „Aus welcher meiner Rollen kommt das gerade – und was würde meine ruhigste, klarste Version davon sagen?“ Diese kleine Distanzierung schafft oft mehr Erleichterung als das Problem selbst zu lösen. Ein ganzes Retreat rund um genau diese Frage – wer bin ich, wenn ich all meine Rollen kurz ablege – findet mit Yoga, Atemarbeit, Meditation und begleitenden Coaching-Tools im Haus statt.
